Auch Schneefall konnte sie nicht schrecken... Die Märzwanderung



Neun untentwegte Wanderer, unser Enkel Silvan eingeschlossen, hatten sich vom plötzlichen nächtlichen Schneefall nicht abschrecken lassen und sich im Birkhof bei Hürth zur monatlichen LESE-Wanderung, diesmal in der Brühler Seenplatte, eingefun­den. Und sie brauchten ihren Entschluss nicht zu bereuen: Die Straßen waren gut befahr­bar und die größtenteils verschneiten, aber befestigten Wanderwege gut begehbar. Es war wind­still, und auch die Sonne hat sich blicken lassen.
Vom Birkhof führte unser Weg zunächst ein Stück am Lucretiasee entlang, anschlie­ßend umrundeten wir den Berggeistsee zur Hälfte. Die nicht belaubten Bäu­me er­möglichten einen guten Durchblick auf den zugefrorenen See. Wie alle Seen der Brüh­ler-Seen-Platte entstand auch der Berggeistsee im Zuge der Rekultivierung früherer Braun­kohlegruben. Er hat seinen Namen von der früheren Grube Berggeist, die im Jahr 1858, also vor genau 160 Jahren, genehmigt wurde. Um zum Villenhofer Maar zu kommen, mussten wir am Phantasialand entlang ein Stück durch Brühl-Badorf laufen. Dann ging es wieder durch den Wald. An einem Angelsteg im Villenhofer Maar schließlich fand im Sonnenschein die Apfelpause in Gesellschaft einer Schwanenfamilie statt.
Die Tiere ließen sich die Apfelreste und etwas mitge­brachtes Knäckebrot gut schmecken.

Das nächste Wegestück, ein schmaler, an­steigender, doch seitlich abschüssiger Trampelpfad, erwies sich als schwierig, zumal wir noch einen querliegen­den Baumstamm überwinden mussten. Aber auch diese Herausforderung wurde gut bewältigt. Die letzte Etappe ging dann wieder über den ebenen und breiten Schnacke-Jagd­weg zum Birkhof zurück, wo uns Lesefreund Heinz Contzen mit seinem wie immer treffenden Limerick belohnte:
Die Lese zum Wandern bereit in winterlich schneereicher Zeit, doch Kraniche ziehn und Schneeglöckchen blühn; man merkt, dass der Frühling nicht weit.
Barbara und Hans Georg Bachmann/ Foto: Heinz Contzen