Neues vom komparologischen Institut der Universität Wormersdorf - Geert Müller-Gerbes überrascht beim Aschermittwochsessen der LESE

(de)“Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen Datenschutz und Karneval, zurückverfolgbar bis weit ins Mittelalter.“Diese klare Aussage machte Lesefreund Gerd Müller-Gerbes beim diesjährigen Aschermittwochsessen der Bonner Lese- und Erholungsgesellschaft von 1787. Erstmals fand diese traditionelle Veranstaltung im Rheinhotel Dreesen statt. Und im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen hatten sich die Teilnehmer zu einer ungewohnten Zeit, nämlich mittags eingefunden. Über 40 Lesefreundinnen und Lesefreunde konnte der Vorsitzende Johann Hahlen im festlich gedeckten Gobelinsaal begrüßen. Und mit Blick auf den Rhein und das Siebengebirge wurde dann munter an den einzelnen Tischen parliert und debattiert.

Gäste des Aschermittwochsessens in angemessener Trauer über das Ende des Karnevals


Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Dinner - Speech von Geert Müller Gerbes, in der er - passend zum traurigen Anlass - stilgerecht mit Zylinder die Forschungsergebnisse des "Instituts für komparologische Heuristik der Universität Wormersdorf" mit ernster Miene vortrug. Diese Forschungsergebnisse setzten sich im wesentlichen mit der europäischen Datenschutz Grundverordnung auseinander .  Der verbindliche Erlass dieser offensichtlich lebenswichtigen Grundverordnung sei Anlass genug gewesen für das Institut, sich damit gründlich auseinandersetzen und es zu erforschen. Das Ergebnis könne nur den Laien überraschen .“Warum trugen fast alle Menschen im Karneval in Venedig Masken?“, fragten die Wissenschaftler und beleuchteten dann die die verschiedenen Stationen der Maskierung in der Vergangenheit. Und so  die Forscher, warum sind die besorgten Datenschützer nicht bei den tausendfach erfolgreich erprobten mittelalterlichen Masken geblieben?


Aber auch dafür fand man in Wormersdorf einen eindeutigen Grund: Man konnten nachweisen, dass im Laufe der letzten Jahrhunderte die Bürokratie und die Intelligenz sich umgekehrt proportional entwickelt haben. Zu Deutsch: "Die Regulierungswut steigerte sich ins unermessliche und die nötige Intelligenz drohte völlig zu verschwinden.“


Großer Beifall der Gäste für den launigen Vortrag und ein dreifaches Alaaf. Bei guten Gesprächen und Getränken dauerte das Zusammensein noch bis in den späten Nachmittag.

Für diejenigen, die sich erneut an der Rede erfreuen wollen, aber auch für die, die nicht dabei waren, veröffentlichen wir die Rede auf unserer Website im Wortlaut.

Foto: Spindler