Mit Weitblick - die Juliwanderung durch´s Pleiser Hügelland

Ferdinand Schäfer bei der Einweisung der Wanderer

Die Ankündigung, dass es im Verlaufe der Wanderung zu einer Begegnung mit dem „Düwelsarsch“ kommen sollte, konnte keinen Lesefreund oder -freundin davon abhalten, an der Juli - Wanderung teilzunehmen. Rund 30 erwartungsfrohe Wanderer konnte der Organisator Ferdinand Schäfer  in Thomasberg zu Beginn der Wanderung begrüßen. Die  war für etwa dreieinhalb Stunden ausgelegt und führte über 10 km lang von Thomasberg zum kleinen Dörfchen Bellinghausen und von dort - auf einem verwunschenen Waldpfad - zu dem 220 m hohen Lohberg, dem höchsten Punkt der Wanderung nördlich vom Weiler Hartenberg. Von dort erschloss sich nach Norden hin ein weiter Blick in die Rheinebene bis Köln, den alle sehr genossen. Nach Osten hin beeindruckten im Vordergrund das Pleisbachtal und in der Ferne die Hügel des Hohen Westerwaldes. Der Pleisbach selbst ist ein gut 15 km langer Zufluss der Sieg, der bei Hüscheid im Hinterland von Königswinter entspringt und in Niederpleis mündet. Die Höhenzüge des Siebengebirges mit dem dominanten Ölberg gehen nach Osten und Norden in das Pleiser Ländchen über.

 Die Gruppe überquerte anschließend eine Wiese, die von dem Modellflugverein Siebengebirge genutzt wird, und gelangte über einen Feldweg zu einer Kapelle mit einer übermächtigen und daher viel Schatten spendenden Linde. Die Kapelle war Anfang des 20. Jahrhunderts von den Eigentümern als Dank für eine überstandene Viehseuche errichtet worden. Nach ihrer Restaurierung durch die Dorfgemeinschaft wird sie heute von dieser weiterhin unterhalten. Hier machte die Gruppe ihre Apfel Pause mit den obligatorischen Bonbons. 

Apfelpause unter der Linde

Auf angenehmen Wegen ging es dann weiter durch das eingangs erwähnte „ Düwelsarschbachtal“.  Dies erwies sich dann als gar nicht abschreckend, sondern präsentierte sich vielmehr mit seinen weichen Waldwegen als äußerst idyllisch. Am Ende wurde eine Brunnenanlage für Trinkwasser erreicht, die von der Stadt Königswinter genutzt wird. Schließlich war entlang des Weges ein umfangreicher landwirtschaftlicher Betrieb, der „Sonnenberger Hof“ mit seinem intensiven Obstanbau (Erd-, Brom-und Himbeeren) und Reiterhof (Reitschule, Pferdepension und Reitanlage) zu besichtigen.

 Bei zunehmender Wärme gegen Mittag führte der Weg die Wanderer an weiteren landwirtschaftlichen Nutzflächen (vorwiegend Apfelanbau) vorbei zurück nach Thomasberg. Dort ließen die Wanderer bei einem gemeinsamen Mittagessen auf der Terrasse des freundlichen „Restaurant Otto“ im lauen Sommerwind die harmonische Wanderung ausklingen - natürlich nicht ohne den Limerick von Heinz Contzen:

Die LESE im Sommer so heiß,

beim Wandern durchs Hügelland Pleis,

durch Wiesen und Auen

und Fernsicht zum Schauen,

zum Abschluss mit Umtrunk und Eis.

Text: Karin und Ferdinand Schäfer; Fotos: Busse, Schäfer