Begegnung mit Lehrer Welsch aus der Kayjass Nummero Null - die September-Wanderung

 

Nachts hatte es anhaltend geregnet. Gleichwohl fanden sich am Morgen 18 Unentwegte an der Villiper Kirche zur September-Wanderung der LESE ein.

Vorbei an der mächtigen ehemaligen Windmühle ging es zunächst auf schmaleren Waldpfaden und breiteren Feldwegen nach Klein-Villip, dem kleinsten der 13 Ortsteile Wachtbergs.

Sehenswert hier die in Eigenregie des Dorfes wieder aufgebaute Kapelle, in der man auch standesamtlich heiraten kann.

Apropo Heirat: „ Ich kann Gott nicht genug danken, dass er mir diese köstliche Frau zugeführt hat“ schreibt Heinrich Welsch 1886 in seinen Lebens-erinnerungen angesichts der Hochzeit mit Katharina Zentner aus Klein-Villip.

Der 1848 im Nachbarort Arzdorf geborene „Lehrer Welch“, der sich in Köln vor allem für sozial benachteiligte Arbeiterkinder einsetzte und später als Lehrerlegende und überregionale Kultfigur durch das Karnevalslied „En d’r Kayjass Nummero Null“ bekannt wurde, war fast 50 Jahre bis zu seinem Tod 1935 mit Katharina Zentner verheiratet.

Weiter an Maisfeldern und Erdbeerplantagen vorbei führte unsere Wanderung nach Holzem. Sehenswert ist der kleine Ort wegen seiner St. Nepomuk – Kapelle, gestiftet vom hier aufgewachsenen Star- Tenor Anton Raaff, einem Zeitgenossen Mozarts.

Und auf dem Rückweg nach Villip, zur Einkehr im gemütlichen Gasthaus Görres, kam sogar die Sonne durch.

 

Text: Ewald Stöwe