Endlich: Nach dreizehn Monaten Pause treffen sich die Lesewanderer zur Juli - Wanderung durch den Ennert

Nach dreizehn Monaten Wanderpause war die Wiedersehensfreude deutlich zu sehen (und auch zu hören), als sich jetzt 23 Wanderfreudige bei herrlichem Sommerwetter in Niederholtorf zur Juli-Lesewanderung trafen.

 

Die Strecke – Feld, Wald, Wiese, Fernblicke – fand viel Gefallen: vier Wanderwege wurden dabei im Ennert berührt, der „Rheinhöhenweg“ von 1907, der„Rheinsteig“, 2005 eingeweiht, beide von Bonn nach Wiesbaden führend, der „Geschichtsweg Braunkohle – Alaun auf der Ennert-Hardt“, der seit 2014 durch das im 19. Jahrhundert größte zusammenhängende Braunkohle-Abbaugebiet im Rheinland führt, und der neue „Weg der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft“ mit detaillierten Schautafeln über Fauna und Flora.

 

Auch die seit einigen Jahren bestehende Aussichtsplattform an der Rabenlay oberhalb von Oberkassel fand großes Interesse, wobei ein Mitwanderer bemerkte, „dort sei der Hund begraben“. Begründung: Im Hang unterhalb der Plattform entdeckten Steinbrucharbeiter im Februar 1914 ein Grab aus der jüngeren Altsteinzeit (ca. 12 000 vor Chr.), in dem neben den Skeletten eines über 50 Jahre alten Mannes und einer ca. 20-jährigen Frau auch die Überreste eines Hundes – der „Oberkasseler Hund“ - gefunden wurden.

 

Bei der obligatorischen Apfelpause wurden aus hygienischen Gründen nicht – wie sonst üblich – geschnittene Äpfel verteilt, sondern diese in flüssiger Form ausgeschenkt, als Frankfurter Ebbelwoi, französischer Cidre oder als Apfelschorle. .

 

iNatürlich fehlten auch „Werthers Echte“ nicht, die unsere „Ehrenwanderin“ Johanna Hirschfelder in früheren Jahren stets persönlich verteilt und hier extra per Post geschickt hatte. Dazu erhielten wir von ihr eine eindrucksvolle Abhandlung in Versform über die LESE-Wanderungen, die von den Teilnehmern bei der abschließenden gemütlichen Einkehr im Restaurant „Dreizehnlinden“ mit großem Interesse und Zustimmung gelesen wurde.

Text: Ewald Stöwe

Fotos: Raymund Preuss