Wie auf Leinwand gemalt: Eine Reise auf den Spuren Claude Monets  Ein Bericht über das monatliche Treffen des Pirandellotischs

Wie auf Leinwand gemalt: Eine Reise auf den Spuren Claude Monets Ein Bericht über das monatliche Treffen des Pirandellotischs

 

Beim jüngsten Treffen des Pirandellotischs der LESE erlebten die Mitglieder und Gäste eine faszinierende Bilderreise durch Frankreich. Doris und Volker Busse berichteten in einem eindrucksvollen Dia-Vortrag über ihre Kultur- und Flussreise, die von der Seine in der Normandie bis zu den Schlössern des Loiretals führte. Mit treffsicherem Blick für Lichtstimmungen präsentierte das Ehepaar Fotografie voller Poesie – so lichtdurchflutet, dass im Publikum rasch das Wort von den „Fotos wie von Monet gemalt“ die Runde machte.

Die Tour nahm ihren Anfang in Paris und folgte der Seine über Les Andelys und Caudebec-en-Caux bis an die normannische Küste. Neben dem malerischen Hafen von Honfleur und Le Havre zogen vor allem die schneeweißen Kreidefelsen von Étretat das Publikum in ihren Bann. Das Spiel der Sonnenstrahlen auf den Wogen veranschaulichte eindrucksvoll, warum Monet genau hier seine berühmten Freilichtstudien schuf.

Flussaufwärts ging es weiter über die Abteien St. Wandrille und St. Martin de Boscherville nach Rouen, wo die Fotos das magische Schattenspiel der gotischen Kathedrale perfekt einfingen.

Brücke

Als Höhepunkt der Seine-Passage erwies sich der Ausflug von Vernon nach Giverny: Monets Wohnhaus und Garten mit dem ikonischen Seerosenteich und der japanischen Brücke entpuppten sich als regelrechtes Fest der Farbe. Anhand der lebhaften Schilderungen konnten die Anwesenden die Tour bestens nachvollziehen. Anschließend ging die Reise über Paris und den Montmartre gen Süden an die Loire. Hier beeindruckten die mächtige Silhouette von Schloss Chambord, das Renaissance-Schloss Blois, die Altstadt von Tours sowie die terrassierten Wassergärten von Schloss Villandry. Auch das elegante Wasserschloss Chenonceau und Amboise mit Clos Lucé – dem letzten Wirkungsort Leonardo da Vincis – fügten sich nahtlos in das Panorama ein.

SchlossV

Wer das Sehnsuchtsgefühl nach französischem Impressionismus noch vertiefen möchte, findet auch in Deutschland faszinierende Anlaufpunkte – etwa in immersiven Multimedia-Inszenierungen wie im Phoenix des Lumières in Dortmund („Monet’s Garden“) oder bei Ausstellungen im Museum Barberini in Potsdam.

Am Ende des Abends war bei vielen Zuhörern die Sehnsucht geweckt, diese bezaubernde Route einmal selbst zu bereisen. Das Publikum dankte Doris und Volker Busse für diesen ausdrucksstarken und herzerwärmenden Einblick mit einem langanhaltenden, dankbaren Applaus. (e.B./de/GI/Fotos: Busse)