"Griechischer Wein" an der Sieg? - Die Augustwanderung

Die 25 Teilnehmer, die sich kürzlich an der Sieg in Lauthausen, einem dörflichen Ortsteil von Hennef, zur Augustwanderung trafen, strebten zunächst aufwärts. Durch ehemalige Weinlagen, heute dicht mit Laubbäumen bewachsen, ging es auf schmalen Pfaden, zum Teil in Serpentinen, nach Altenbödingen.

Damit hatten sie einen neuen Rekord aufgestellt: Sie hatten den steilsten Abschnitt einer LESE- Wanderung seit langem bewältigt. Aber alle Teilnehmer schafften es bravourös.

Dann durch Wiesen nach Bödingen, zu der bereits von weitem sichtbaren, eindrucksvollen Wallfahrtskirche, der spätgotischen Basilika „Zur Schmerzhaften Mutter“.

 

Hier erwarteten uns weitere fünf Teilnehmer, die der Einladung an „Nicht-Wanderer“ gefolgt waren, sowie ein Vorstandsmitglied der Bödinger Kirchengemeinde zu einer exklusiven Führung.

Und es gab viel zu sehen;

* Den Hochaltar von 1500 mit Tabernakel und Reliquien des Heiligen Gerion (1420) in einer Glasvitrine gestiftet von den Grafen von Berg aus ihrer Schlosskapelle in Düsseldorf an das Kloster Bödingen;

* das Pilgerkreuz von 1487, gestiftet von Pilgern anlässlich ihrer Pilgerfahrt zu der Basilika „Zur Schmerzhaften Mutter“;

* das große Chorfenster von 1508 und das „Wundertätige Gnadenbild“ von 1350 in dem Marienaltar sowie

* Fresken, Reliefs und Gemälde aus vergangenen Jahrhunderten.

Danach ging’s bergab auf einem Kreuzweg, vorbei an sieben Heiligenhäuschen, zum Ausgangspunkt nach Lauthausen, und hier in das griechische Restaurant „Zur Alten Münze“; für einige ganz neu „Gyros mit Tzatziki“.

Die Stimmung war, wie immer bei der Einkehr nach den Wanderungen, heiter und fröhlich. Auf das vorgeschlagene Absingen des Liedes „Griechischer Wein“ wurde verzichtet, nicht aber auf den Limerick von Lesefreund Heinz Contzen:

Die LESE im Monat August 

sie wandert mit Liebe und Lust,

und großem Genuß,

hoch über dem Fluß,

und ist sich des Glückes bewußt.

Text: Ewald Stöwe; Fotos: Gisela Danneel