Lesemitglieder auf dem "Wege zum Glück"- chinesisches Märchen inspiriert Rheinbacher Künstler zu einer gelungenen Ausstellung

Ein chinesisches Märchen - „Die Bräute im Spiegel“ - inspirierte die Rheinbacher Künstlergruppe PAEONIA im Kunstforum 99 zu einer Reihe von Werken unterschiedlicher Genese - von der Kohlezeichnung bis hin zu immer neuen Druckvariationen auf kostbarem Büttenpapier sowie computergenerierten Arbeiten und herkömmlicher Malerei -, die in der Ausstellung „Wege zum Glück“zu sehen waren.. Über zwei Jahre hat sich die Gruppe mit dem Märchen auseinander gesetzt, in dem es auch um zwei Päonien–Blüten geht, um Pfingstrosen. Der Gruppe PAEONIA gehört auch unsere Lesefreundin Hilda Priew-Overveld an. Und so hatten jetzt 15 Lese – Mitglieder das Vergnügen, die Ausstellung unter der fachkundigen Führung der Künstlerin zu besuchen.

Das Märchen erzählt von einer Mutter, die sich nichts sehnlicher wünscht, als dass sich ihre Söhne eine Braut suchen. Doch diese sind noch sehr ungestüm und haben anderes im Sinn. So klagt die Mutter eines Nachts dem Himmel ihr Leid. Ein Schutzgeist erscheint und verspricht ihr zu helfen. Er übergibt ihr zwei Spiegel, in denen die Söhne ihre zukünftigen Bräute sehen können. La Oda, der Ältere macht sich mit den Gaben des guten Geistes, einer Peitsche und einer Garnrolle, auf den Weg, seine Braut zu suchen. Doch es gelingt ihm nicht, alle Prüfungen zu bestehen, und er versinkt im Meer. Nach einem Jahr macht sich der jüngere Sohn, La Örl auf den Weg, seine Braut zu suchen. Er hat keine Angst, besteht die Prüfungen und kann seine Braut, die grüne Päonie aus dem Garten der Hexe befreien. Mit Hilfe des Schutzgeistes wird der ältere Sohn aus den Meerestiefen geborgen. Und endlich kann auch La Oda seine Braut, die rote Päonie, aus dem Garten der Hexe befreien. Zum guten Ende machen sich die glücklichen Paare auf den Weg zur Mutter machen.

Die unterschiedlichen Interpretationen der einzelnen Märchenszenen beeindruckte in ihrer Vielfalt von Darstellungstechniken und unterschiedlichen Zugangswegen. So erlebten die Besucher eine Ausstellung, aus der jeder für sich etwas mitnehmen konnte und die beim Abschluss im Café reichlich Stoff für Diskussion und Gespräche bot.

 

Durch die Flutkatastrophe waren auch die Räume des neuen Kunstforums betroffen. Freiwillige Helfer hatten jedoch für erste Notfallmaßnahmen gesorgt, so dass sie schnell durch eine Fachfirma renoviert werden konnten und jetzt – man konnte noch die frische Farbe riechen - für die Ausstellung zur Verfügung standen. (de)