Wie schön es sein kann im Pleiser Hügelland! - die Augustwanderung

Unsere ca. dreistündige Wanderung war geprägt von einem Wechsel von dem Durchqueren verschiedener Wohngebiete und dem Wandern unter schattigen Bäumen auf teilweise verwunschenen Pfaden.

 

Zunächst besuchten wir 18 Wanderer in Thomasberg die „Pfarrkirche St. Joseph“ – einen modernen und schlichten Bau aus den 50er und 60er Jahren mit einem dominierenden Kreuz an der Stirnwand über dem Altartisch. Die Pfarrei selbst bildet im Zuge von Zusammenlegungen mit fünf anderen Gemeinden die „Pfarreiengemeinschaft Königswinter Am Ölberg“.

 

Gemächlich setzten wir unseren Weg im älteren Ortsteil zu einem auffallenden, eher an eine Schule erinnernden, Gebäude fort, in dem die Flächengemeinde Königswinter bürgernahe Service-Leistungen anbietet. Nach einem weiteren leichten Anstieg erreichten wir den Rand des Limperichberges. Von dort haben wir in Ruhe und bei schönem Wetter in nördlicher Richtung über das Pleiser Hügelland hinweg nach Siegburg mit dem Michelsberg und weiter ins Rheintal bis Köln mit seinem Dom und seinen weiteren markanten Hochhäusern blicken können. Hier ist seit kurzem ein höchst attraktives Neubaugebiet entstanden: Uns ist aufgefallen, wie schön es ist, hier Ruhe, Weite und Aussicht zu haben.

 

Der Limperichsberg selbst liegt auf der Grenze der Ortsteile Thomasberg und Heisterbacherrott. Mit einer Höhe von 235 m ist er, ebenso wie der Ölberg auch, tertiären vulkanischen Ursprungs. Hier wurden im 19. Jahrhundert noch länger als in den anderen Teilen des Siebengebirges Basaltgesteine abgebaut. Erst mit dem Ende des Basaltbooms und mit dem stärker werdenden Naturschutzgedanken wurde der Abbau dann eingestellt.

 

Zu unserer traditionellen Apfelpause trafen wir auf dem weitläufigen Gelände des „Guts Buschhof“ ein. Der Betrieb ist dort, mit Ausnahme von Tennis, seit vielen Jahren eingestellt, und die Gebäude selbst wirken auch verlassen.

 

Unser Weg folgte nun auf ausgewiesenen Wanderwegen aufwärts und unter lichtem Laubwald an einer anderen früheren Gesteins-Abbaugrube „Am Steinenstüß“ entlang, in der inzwischen ein wunderschöner mit Algen bedeckter und daher grünlich schimmernder See entstanden ist. Von dort ging es weiter am Rande des „Kleinen Ölbergs“ entlang und dann in nördlicher Richtung wieder zurück zum „Gasthaus Otto“.

 

Nach einer insgesamt leichten und aber auch für Einzelne durchaus anspruchsvollen Runde von 8 km waren das Essen und die Getränke für uns in der Gemeinschaft ein weiterer Genuss. Wir erinnerten uns mit Freude auch daran, dass wir nach der langen, coronabedingten Pause nun zum zweiten Mal wieder unterwegs sein konnten.

 

Text und Fotos: Karin und Ferdinand Schäfer