Lesefreund Geert Müller-Gerbes gestorben

Die Lese- und Erholungsgesellschaft von 1787 trauert um ihr langjähriges Mitglied Geert Müller-Gerbes. Der Journalist und Talkshow-Pionier ist im Alter von 83 Jahren in Bonn gestorben.

Pionier des deutschen Symbolismus - LESE besucht die Ausstellung „Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft“

Im Rahmen des Beethoven-Jubiläumsjahres ist es der Bundeskunsthalle gelungen, Max Klingers monumentale Beethoven-Skulptur in einer Ausstellung von Leipzig nach Bonn zu holen. Dieses Ausnahmewerk gilt als Höhepunkt der spätromantischen Beethoven-Verehrung und wird im Rahmen einer 200 Werke umfassenden Gesamtschau Max Klingers seit 16. Oktober 2020 in Bonn gezeigt. Der Künstler lebte von 1857 bis 1920 und gilt als Pionier des deutschen Symbolismus.

 

Die LESE – und Erholungsgesellschaft lädt nun ein zum Besuch der Ausstellung

 

Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft“

 

mit Führung am Mittwoch, 2. Dezember 2020 um 11.00 Uhr - Treffpunkt im Foyer 10.40 Uhr

 

Den Termin haben wir vor dem aktuellen Lockdown gebucht. Nach gegenwärtiger Information ist das Haus bis 30. November 2020 geschlossen. Sollte die Bundeskunsthalle danach aber wieder für das Publikum geöffnet werden, möchten wir diese Führung – natürlich streng nach Pandemie-/Hygienevorschriften – wie geplant durchführen. Daher heute die Einladung an Sie. Sollte die Schließung im Dezember andauern, werden wir einen neuen Termin suchen.

 

Anmeldungen bitte bis 28. November 2020 an das Sekretariat der LESE (s.Kontakt ) oder per Telefon C. Pfletschinger 0228/323377.

 

Die Bundeskunsthalle folgt einem abgestimmten Schutz- und Hygienekonzept im Einklang mit der Corona - Schutzverordnung. Das bedeutet aktuell: Verpflichtung zum Tragen von Mund- /Nasenschutz, Einhaltung des Abstandsgebotes von 1,5 Metern. Die Gruppengröße darf maximal 15 Personen betragen.

 

Eine zweite Gruppe könnte um 11.30h starten. Eine Führung kostet in Summe 65 Euro und wird auf die Teilnehmerzahl umgelegt.

 

Christel Pfletschinger

LESE trotzt Corona - Aufschlussreiche Vorstellung von Beethoven - Denkmälern in Bonn

 

LESE-Mitglied Winand Kerkhoff holte jetzt seinen wegen des Lockdowns im April abgesagten Vortrag über die Bonner Beethoven-Denkmäler nach. Mit 20 Teilnehmern war der Vortrag im Großen Saal des Hauses der ev, Kirche für die jetzige Zeit unter Corona-Einschränkungen gut besucht, zumal die Teilnehmer der Maskenpflicht zu folgen hatten. Das tat dem Interesse an dem Vortrag jedoch keinen Abbruch:

 

So folgten alle den Ausführungen Kerkhoffs, die für viele neue Entdeckungen beinhalteten, mit großer Spannung. „Beethoven bonnensis“, der “bönnsche Beethoven“, ist als Denkmal vor allem durch die 1845 im Beisein des Hauptmäzens Franz Liszt – darüber hinaus waren auch Alexander von Humboldt, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Königin Victoria von Großbritannien anwesend - eingeweihte Hähnel-Statue auf dem Münsterplatz präsent. Interessant, wie schon damals die öffentliche Hand bei derartigen Privatinitiativen eher bremsend als förderlich tätig war! Sehr viele weitere Skulpturen, die sich großteils an dem berühmten Stieler-Bild Beethovens orientieren, sind im Beethoven-Haus zu finden, vom Rodin-Schüler Nuam Aronson bis zum rumänischen Bildhauer Cantemir Riscutia.

 

In chronologischer Abfolge führte Winand Kerkhoff dann durch Bonn, wo es elf weitere Skulpturen gibt: In der Beethovenhalle steht seit 1959 eine von Bourdelle geschaffene Beethoven-Büste, die aus Anlass des ersten deutsch-französischen Kulturabkommens 1952 der Stadt Bonn zum Geschenk gemacht worden ist.

 

Weiter führte der Weg zur Bad Godesberger Redoute, wo der 21jährige Beethoven im Juli 1792 Haydn vorspielte. Die Bronze-Büste Franz Rotters im Park erinnert daran. Weithin bekannt ist auch das Beethoven-Denkmal Klaus Kammerichs vor der Beethoven-Halle, die „Beethon“ Büste aus dem Jahre 1986. Kammerichs Idee war, eine dreidimensionale Umsetzung von Stielers-Beethovenporträt in einer Sichtachse zur Straße zu errichten, ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern aus aller Welt.

 

Das Rheinhotel Dreesen kann gleich mit zwei Beethoven-Büsten aufwarten: Vor dem Haus eine Stahlblech-Schmiedearbeit des bekannten Karikaturisten Burkhard Mohr, im Inneren eine aus Ton gefertigte Büste der Keramik-Künstlerin Barbara Uhrmacher.

 

Weitere sehr interessante Denkmäler sind die Möbel-Skulptur von Yukako Ando in der Rheingasse an der Stelle des 1944 zerstörten Hauses, in dem die Familie Beethoven von 1776 bis 1785 gewohnt hat – eine anrührende Erinnerung an Beethoven, allerdings nur, wenn man den viel zu kleinen Text auf der Bodenplatte gelesen hat.

 

Kontrovers gesehen wird meist das relativ neue Beethoven-Denkmal von Markus Lüpertz im Hofgarten. Für die einen expressiv, fast brutal, für die anderen schlicht provokative Anti-Ästhetik. Auch auf die temporäre Bürgeraktion „Unser Ludwig“ von Ottmar Hörl ging Winaqnd Kerkhoff ausführlich ein. Tausende dieser lächelnden, lässig dastehenden, ein Meter hohen Figur sind inzwischen weltweit verkauft worden.

Natürlich darf auch das Beethoven-Gymnasium nicht fehlen, dessen Eingangsbereich durch eine Marmor-Büste von Kurt Zimmermann aus dem Jahre 1952 geschmückt wird.

 

Ebenfalls kontrovers gesehen wird die monumentale Granit-Statue Beethovens von Peter Christian Breuer aus dem Jahre 1938 - ganz im Stile der Zeit - die ein wenig versteckt in der Rheinaue steht und wenig bekannt ist.

 

In ihren Dankesworten an den Referenten machte die Vorsitzende des Veranstaltungsausschusses, Karin Schwippert auf die Klinger-Ausstellung in der Bundeskunsthalle aufmerksam, die demnächst von der LESE besucht werden soll. Dort wird das Original des von Max Klinger 1902 geschaffenen Beethoven-Denkmals zu besichtigen sein, dessen Modell im Gartenhäuschen des Beethoven-Hauses steht und welches schon in der großen Beethoven-Ausstellung 2020 der Bundeskunsthalle durch eine 3D-Kopie in Originalgröße präsent war.

 

(Fotos und Text: Spindler)

Mitgliederversammlung wird verschoben

 

 Liebe LESE-Freundinnen und –Freunde,

 

das NRW-Kabinett will im Laufe des heutigen Tages verschärfte Corona-Maßnahmen beschließen. Diese sollen in eine neue Corona-Schutzverordnung des Landes übernommen werden. Damit werden Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, einen Monat lang untersagt. Möglicherweise bleiben Treffen von Vereinsgremien – wie Vorstand und Mitgliederversammlung - nach wie vor gestattet. Wir waren jedoch schon zu Beginn der Pandemie besonders vorsichtig und wollen dies gerade in der jetzigen Zeit auch bleiben.


Der Vorstand entscheidet daher, die für den 3. November geplante Mitgliederversammlung abzusagen, trotz der guten Erfahrungen mit der Durchführung der Veranstaltung mit Frau Kessel und des Vortrages von Herrn Kerkhoff. Mit Hilfe unserer Hygiene-Beauftragten Christel Pfletschinger war es gelungen, diese Abende im Oktober reibungslos durchzuführen. I

 

In Anbetracht der veränderten Lage empfiehlt der Vorstand ebenfalls, auch alle anderen Veranstaltungen im November abzusagen. Wir hoffen, dass ab Dezember wieder mehr möglich sein wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ulrich Spindler

Kalendervorschau November 2020

November 2020

1

So

Allerheiligen

2

Mo

 

 

3

Di

Juniorentisch 19:00 Uhr – fällt aus / Mitgliederversammlung 18:00 Uhr im großen Saal der ev. Kirche - wird verschoben

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Mi

 

5

Do

 

6

Fr

 

7

Sa

Wandern – Treffen 09:30 Uhr am Parkplatz der Schwarzrheindorfer Doppelkirche - abgesagt

8

So

 

9

Mo

Singekreis 18:00 Uhr – fällt aus

 

10

Di

Tisch 99 18:00 Uhr - fällt aus

11

Mi

 

12

Do

Neuer Tisch 18:30 Uhr - fällt aus

13

Fr

Damentisch 16:00 Uhr - fällt aus

14

Sa

 

15

So

 

16

Mo

Literaturkreis 18:00 Uhr - fällt aus

 

17

Di

Lese im Gespräch 18:00 Uhr - fällt aus

18

Mi

 

19

Do

 

20

Fr

Bridge 14:45 Uhr

21

Sa

 

22

So

 

23

Mo

 

 

24

Di

 

25

Mi

Mittwochstisch 18:00 Uhr – fällt aus

26

Do

Pirandello Tisch 19:00 Uhr - fällt aus

 

27

Fr

Schach 16:00 Uhr

28

Sa

 

29

So

 

30

Mo