Rheinisches Lesefest "Käp'tn Book" trotzt CORONA - LESE zum 10. Mal als Sponsor

(KS/ WM/de) Auch CORONA konnte es zum Glück nicht verhindern: Das weit über Bonns Grenzen hinaus bekannte Rheinische Lesefest „Käp‘tn Book“ fand auch in diesem Jahr unter der großartigen Organisation des Bonner Kulturamts in vielen Schulen, Büchereien oder auch Kindergärten statt.

 

Mit dabei wie seit vielen Jahren auch die Lese- und Erholungsgesellschaft von 1787. Zum 10.Mal unterstützte sie das Fest durch Organisation bei zwei Lesungen und übernahm die Honorare der vortragenden Jugendbuchautoren – ganz im Sinne des Auftrags ihrer Satzung.

 

In Wesseling waren 57 Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 und 7 der Albert-Einstein-Realschule gemeinsam mit ihrer Lehrerin Claudia Röttgen zum wiederholten Male interessierte Teilnehmer an der Autorenlesung. Im großen Saal des Rheinforums der Stadt Wesseling versammelten sich die Schuüler und Schülerinnen in coronabedingten Abständen.

 

 

Die Autorin Kathrin Schrocke las aus ihrem Buch „Freak City“. Es ist die Geschichte des 16-jährigen Jungen Mika und der blondgelockten hübschen Lea. Schnell bemerkt Mika, dass das Mädchen, das er in dem Jugendtreff „Freak City“ antrifft, sich anders verhält. Lea ist taub. Dies nimmt Mika zum Anlass, Gehörlosen Sprache zu lernen.

 

Darauf aufbauend führte Kathrin Schrocke mit ihren Zuhörern einen Dialog nicht nur über Gebärdensprache, sondern über Inklusion in verschiedener Ausprägung und die Möglichkeiten, besondere Formen der Kommunikation bei Behinderung der Sinnesorgane zu finden.

 

Die Fragen stellte die Autorin den Schülerinnen und Schülern in Quizform. Auf diese Weise wurde die Aufmerksamkeit gesteigert und eine Ausgangsbasis für weitergehende Erörterungen im Unterricht geschaffen.

 

Das Buch von Kathrin Schrocke „Freak City“ wurde bereits verfilmt.

 

Die zweite Lesung fand vor Schülern des Beethoven-Gymnasiums statt. Leider durfte hier nur eine Klasse teilnehmen, um eine (verbotene) Vermischung der Klassen zu vermeiden. So kam eine 9. Klasse begleitet vom Klassenlehrer, einer Referendarin und einer Studentin im Praktikum.

 

Der Autor, Christoph Scheuring, geboren 1957, hat in seinem Leben schon viel gesehen. Als Journalist für Der Spiegel, Stern, Die Zeit und andere hat er mit den Mächtigen am Tisch gesessen und mit den Machtlosen auf der Straße gelebt. Seine Leidenschaft gehört besonders den Jugendlichen in den Randgebieten unserer Gesellschaft. Als Autor von Jugendromanen schreibt er über das Leben, wo es ausfranst und brüchig wird. Und wo es manchmal wehtut, genauer hinzusehen.

 

 

Nach einer einführenden Lesung aus seinem Buch „Der Sturm“ beantwortete Scheuring Fragen der Zuhörer, las dann noch ein wenig und führte anschließend eine Diskussion mit der Klasse zum Thema Tierschutz (Buchthema). Die Klasse hat sehr interessiert zugehört und sich auch bei schwierigen Fragestellungen zu Wertigkeit von Leben etc. an der Diskussion beteiligt

 

Insgesamt waren beide Veranstaltungen ein voller Erfolg, so dass unsere LESE sich schon darauf freuen kann, auch im nächsten Jahr – dann zum 11. Mal – dabei zu sein.