Erfolgreicher Start in die online - Welt: LESE - "Webinar" zum Thema CORONA - Pandemie

(de) Immerhin vierzehn Lesemitglieder konnte "Host" Johann Hahlen jetzt zur ersten online - Veranstaltung der LESE an ihren Computern begrüßen. Zu diesem "Webinar", also einem Seminar im Netz, hatte der Vorsitzende Emil Schwippert geladen, um Erfahrungen darüber zu gewinnen, ob derartige Veranstaltungen in diesen Zeiten des Lockdowns dazu beitragen können, die vielfältigen Kontakte innerhalb der Mitglieder auch ohne persönliche Begegnungen möglich sei.  Thema war "Umgang mit der Pandemie in unserer Gesellschaft" mit den Fragen nach den Ursachen der Pandemie, der Reihenfolge der Impfungen, nach Angemessenheit der Lockdownmaßnahmen sowie Sonderrechten für Geimpfte.

 

Natürlich gab es anfangs technische Schwierigkeiten, die von Johann Hahlen schnell beseitigt wurden. Und ebenso schnell entwickelte sich eine muntere Diskussion in lockerer Runde, die dem persönlichen Treffen nur wenig nachstand. Es entstand fast eine Atmosphäre wie bei "Lese im "Gespräch".

 

Fazit des Vorsitzenden und des Moderators: "Das Format lässt sich gut auch für Tischtreffen oder andere Kreise anwenden und bietet eine gute Kompensation für fehlende persönliche Kontakte." Die Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste virtuelle Gespräch.

 

Dass wir dennoch die Hoffnung haben, uns möglichst schnell wieder in Präsenzveranstaltungen treffen zu können, soll nicht unerwähnt bleiben.

 

Monatsvorschau März 2021

März  2021

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Juniorentisch 19:00 Uhr         fällt aus

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Wandern   fällt aus

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Singekreis 18:00 Uhr              fällt aus

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Tisch 99 18:00 Uhr                 fällt aus

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Neuer Tisch 18:30 Uhr           fällt aus

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Damentisch 15:30 Uhr           fällt aus

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Literaturkreis 18:00 Uhr         fällt aus

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LESE im Gespräch 18:00 Uhr   fällt aus

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Bridge 14:45 Uhr                    fällt aus

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Mittwochstisch 18:00 Uhr       fällt aus

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Pirandello Tisch 19:00 Uhr     fällt aus

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Schach 16:00 Uhr                   fällt aus

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Beginn der Sommerzeit

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"Der Narr war schon immer das Salz dieser Welt" - die Aschermittwochsrede 2018 von Geert Müller - Gerbes

(de) Nicht wenige Lesefreundinnen und -freunde haben sich darauf gefreut - auf das traditionelle Fischessen der LESE am Aschermittwoch in geselliger Runde und mit geschliffenen Dinner - Speeches. Doch da ist leider CORONA vor. Zwar geben wir die Hoffnung nicht auf, uns schon bald an unseren Tischen oder in der Gesamtrund der LESE treffen zu können.

Damit wir aber nicht ganz entwöhnt werden, haben wir ein wenig im Archiv gestöbert und dabei eine Rede von unserem im November vorigen Jahres verstorbenen Mitglied Gert Müller - Gerbes zum Aschermittwoch 2018 gefunden., eine Rede, die er so auch heute halten könnte.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

 

Es geht heute an diesem Aschermittwoch um den Narren als solchen – Geschichte, Herkommen, was es bedeutet (narrare), im Mittelalter, im Fasching, bei Shakespeare, bei Paulus, wo wir lesen im 1. Korintherbrief, Kap. 3, 18: „Niemand betrüge sich selbst. Welcher sich unter Euch dünkt, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, auf dass er möge weise sein.“

 

Der Narr? Ein Weiser? Es gibt einige sehr ernst zu nehmende Hinweise. Folgen wir den Erkenntnissen des Instituts für komparologische Heuristik der Universität Wormersdorf. Dort gibt es eine höchst interessante Dissertation, die sich mit der Narretei im Allgemeinen und der karnevalesken Narretei im Besonderen befasst. Hier finden wir tatsächlich Hinweise darauf, dass Paulus in seinem Brief an die Korinther den Kern getroffen haben könnte. Das ist immerhin etwa 2000 Jahre her. Narretei und Weisheit - eine Art symbiotisches Doppel?

 

Erinnern wir uns heute am Aschermittwoch an die vielfältigen Auftritte von Narren und nur verkleideten Deppen und Schwätzern und Blendern in tausenden von Karnevalssitzungen, dann fällt es schwer, diese Schlussfolgerung des Instituts für komparologische Heuristik der Unversität Wormersdorf nachzuvollziehen. Narren und Weisheit ein Synonym: Lächerlich.

 

Aber Halt, meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht so voreilig.

 

Wer heute morgen etwa auf der Höhe der Bastei am Rhein ein Jahrhunderte altes Schauspiel beobachten konnte, der musste nachdenklich werden. Da haben schwarz gekleidete Männer mit Zylindern und ernsten Gesichtern ihre Geldbörsen gewaschen. Auf den ersten Blick verständlich - sie waren leer und mussten wieder sauber werden für neue Füllungen mit Geld.

 

Das aber ist nur ein Grund. Der wahre Grund ist eine kleine Münze in jedem Geldbeutel eines jeden Narren, die sich in einer Falte gehalten hat. Ein so genannter Bitcoin. Dieser Bitcoin ist noch vor Wochen kaum aufgefallen, jetzt aber ist er in vielen Fällen weltweit ein letzter Vermögensrest – trotz des gefallenen Kurses. Dieser Bitcoin, auf deutsch Bitt-Münze, muss gesäubert werden, wieder auf Hochglanz gebracht werden, damit eben dieser Bitcoin weltweit seinen Wert behält.

 

Und wie kann das geschehen? Man glaubt es kaum. Der Bitcoin muss mit den Panama-Papers wieder getrocknet werden. Die Panama-Papers sind besonders saugfähig und vor allem geldhaltig. Diese Sonderform der alternativen Fakten-Verbreitung führt im Ergebnis dazu, dass die im Rhein rein gewaschenen Bitcoins dank der Aschermittwochsverheißung wieder so wertvoll werden, dass sie mit den Panama-Papers gleichziehen können.

 

Was ist also das Ergebnis?

 Wir müssen den Bonner Narren nach der Geldbeutel-Waschung dankbar sein, dass der Bitcoin wieder an Wert gewinnt und die beteiligten Panama-Papers Seligkeit verheißen werden. An genau dieser Stelle ist die Narretei in Weisheit umgeschlagen, basierend auf der Lehre der alternativen Fakten.

 

Wir könnten also mit Zuversicht der Lösung aller Finanzprobleme der Stadt Bonn entgegensehen: Die Beethovenhalle kann zügig zu Ende renoviert werden, die Bonner Schwimmbäder ebenfalls, das Bad im Wasserland bekommen wir geradezu geschenkt und die Schulden mit dem WCCB werden sich in nichts auflösen.

 

Erstaunlich an der ganzen Sache ist nur, dass bis heute außer der Bonner Lese niemand von diesem Geheimnis weiß und wieder eine große Chance unwiederbringlich verloren geht. Aber wie dem auch sei - lassen wir uns von den vielen fake-news nicht jeden Tag die Stimmung verderben.

Aalaaf!

 

 

 

 

Was tun im Lockdown? Karin Schwippert macht Lesevorschläge nicht nur für den Literaturkreis.....

Liebe LESE- und Literatur-FreundInnen,

 

wieder ist ein Monat in´s Land gegangen … die Zahl der Corona-Infektionen nimmt zwar ab, aber ob wir uns bald wieder treffen können? Es bleibt ungewiss, deshalb möchte ich Ihnen/Euch noch einmal eine Nachricht vom Literaturkreis schreiben.

 

Es soll wieder ein Bonner Autor sein, den ich vorstellen möchte, heute der erst kürzlich verstorbene Lyriker Ludwig Verbeek (er hat aber auch Erzählungen, Essays und Tagebücher veröffentlicht). Nach dem Studium in Bonn (Germanistik, Anglistik et al.) war er jahrelang als Lehrer tätig, aber auch als ein leidenschaftlicher Literatur-Schaffender. Als Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller leitete er jahrelang – z.T. mit Karin Hempel-Soos – die Bonner Regionalgruppe. Am liebsten stand er vor Publikum und trug seine Gedichte vor, an denen er immer wieder feilte. So habe ich ihn auch kennengelernt, bei einer Veranstaltung zum Thema Die Sprache der Gärten 2014 im Botanischen Garten Bonn. Ein Querschnitt durch sein Schaffen findet sich in dem 2005 veröffentlichten Im Schatten der Sprache – Gedichte aus 60 Jahren.

 

Ein ganz besonderes Projekt begann er 2004 mit dem Bonner Buchhändler Jalal Rostami, gebürtig in Kermanschah/Iran, dort ausgebildet zum Lehrer, seit 1988 in Bonn und nach Abschluss seines Studiums (Bibliothekswesen) Gründer der Buchhandlung Goethe und Hafis mit gleichnamigem Verlag. Rostami wollte gerne eine zweisprachige Ausgabe einiger Gedichte des in Persien berühmten und auch der englisch-sprachigen Welt bekannten Omar Chayyam (1048 – 1131) herausgeben. Aus dem Vorwort dieses Buches (Titel S.2) erfährt man, dass Chayyam ein persischer Mathematiker, Astronom, Astrologe, Kalenderreformer, Philosoph und ein vor allem für seine Vierzeiler (die rubbayat) berühmter Dichter war. Seine Weltansicht und sein ganzes Denken waren nicht nur geprägt von altpersischer vorislamischer Kultur, Mathematik und Astronomie, sondern auch von den alten Schulen griechischer Philosophen, so von Heraklit, Empedokles, Demokrit, Platon, Aristoteles, Epikur. Darüber hinaus ist vielleicht wichtig zu wissen, dass er sich im Gegensatz zu anderen Wissenschaftlern und Dichtern seiner Zeit nicht auf Druck der repressiven Führung des Landes der Religion unterordnen wollte. Deshalb wurde er wie andere gleichgesinnte Denker von Fanatikern aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen und durfte seine Werke nicht veröffentlichen, seine Gedichte blieben aber durch Weitergabe von Mund zu Mund im Umlauf.

 

Verbeek schreibt über den Entstehungsprozess seiner deutschen Übertragung im Vorwort, Jalal Rostami habe ihm nach dem Lesen des persischen Originaltextes, der ihm Rhythmus, Reim und Grundton nahe brachte, eine Rohübersetzung vorgelegt und er erkannte mit „Frühling, Leben, Liebe, Natur, das Paradies auf Erden, Rausch, Verfall, Tod viele Themen der Weltpoesie“, und „… dass ich zwar Chayyams Weltsicht nicht in allem teilte und mich manche seiner Verse befremdeten, jedoch wurde ich der Schönheit seiner Bilder, Metaphern, Symbole gewahr, verstand seinen Spott und sein Aufbegehren gegen Dummheit … und fand Gefallen an seinen Epigrammen. … Und so hat unsere über ein Jahr dauernde Orient und Okzident verbindende Arbeit zu zweit – mit Omar Chayyam als unsichtbarem Dritten – reiche Frucht getragen.“

 

Omar Chayyam, Philosophische Bildergalerie im 11. Jahrhundert – Persische Gedichte in Übertragung von Jalal Rostami und Ludwig Verbeek (Goethe & Hafis Verlag Bonn, 2006)

 

Hier finden Sie/findet ihr eine kleine Auswahl.

images/PDF/Scan.pdf

 

Ich hoffe, auch Sie finden/ihr „findet Gefallen an den Epigrammen“!

 

Mit herzlichen Grüßen

Karin Schwippert

 

P.S.

Hier noch eine Empfehlung (vollkommen ohne Bonn-Bezug …):

 

Zwei Bücher der wunderbaren Autorin Christine Wunnicke, die nicht überall bekannt ist, es aber schon zweimal auf die Long- bzw. Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft hat. In beiden Werken, einer Novelle und einem Kurzroman, beschäftigt auch sie sich auch mit dem Thema Kulturaustausch und dem Bereich Sprache/Übersetzen und Dolmetschen/(Miss-)Verstehen:

 

  1. Nagasaki, ca. 1642 spielt in der Zeit der Abschottung Japans gegen alle westlichen Einflüsse. Es treffen aufeinander a) Seki, ein ehemals ruhmreicher Krieger, jetzt Handelsgesandter, und b) Abel, ein niederländischer Vielredner und Dolmetscher mit dem Spitznamen Babel, angestellt von der ostindischen Handelskompanie. Und im Kern steht noch eine Rache, die noch geübt werden soll … Mehr unter: https://www.deutschlandfunk.de/christine-wunnicke-nagasaki-ca-1642-japanisch-europaeischer.700.de.html?dram:article_id=480875 (2010/2020, 110 S.)

 

  1. Die Dame mit der bemalten Hand. Hier befinden wir uns im Bombay des Jahres 1764. 2 Reisende, die beide von ihren eigentlichen Routen abgekommen sind, treffen sich auf der Insel Elephanta nahe Bombay. Sie sind zum einen der Bremische Mathematiker Carsten Niebuhr, zum anderen der persische Astrolabienbauer Meister Musa, d.h. west-östliche Missverständnisse und Gespräche über Sterne inclusive. Nur ein Fiebertraum? Auf jeden Fall ist auch dieser Roman ein ´charismatisches Kleinod´, sagt die Süddeutsche Zeitung. (2020, 166 S.) N.B. ´Die Dame mit der bemalten Hand´ ist der arabische Name für das Sternbild Kassiopeia.

Monatsvorschau Februar 2021

                                           Februar 2021

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Juniorentisch 19:00 Uhr  fällt aus

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Wandern  fällt aus

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Singekreis 18:00 Uhr  fällt aus

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Tisch 99  18:00 Uhr  fällt aus

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Neuer Tisch 18:30 Uhr  fällt aus

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Damentisch  15:30 Uhr  fällt aus

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Rosenmontag / Literaturkreis 18:00 Uhr fällt aus

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LESE im Gespräch 18:00 Uhr fällt aus

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Bridge 14:45 Uhr  fällt aus

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Mittwochstisch 18:00 Uhr   fällt aus

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Pirandello Tisch 19:00 Uhr  fällt aus

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Schach 16:00 Uhr  fällt aus

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