Monatsvorschau Oktober 2019

 

Oktober 2019

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Juniorentisch 19:00 Uhr

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Tag der Dt. Einheit

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Wandern

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Tisch 99 18:00 Uhr

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Vortrag von Klaus Wollenweber „Europastadt Görlitz“ 18:00 Uhr im Saal der ev. Kirche

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Neuer Tisch 18:30 Uhr

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Damentisch 15:30 Uhr Frau Kappel spricht über „Frau Fontane“

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Singekreis 18:00 Uhr

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Lese i. Gespräch 18:00 Uhr

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Bridge 14:45 Uhr

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Literaturkreis 18:00 Uhr Buch „Der Untertan“ von Heinrich Mann Ref. Herr Müller-Gerbes

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Mittwochstisch 18:00 Uhr

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Pirandello Tisch 19:00 Uhr „Betrachtungen über den Wolf“ (Pillat) / Skat 16:30 Uhr

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Schach 16:00 Uhr

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Besuch Regierungsbunker 11:00 Uhr

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Begegnung mit Lehrer Welsch aus der Kayjass Nummero Null - die September-Wanderung

 

Nachts hatte es anhaltend geregnet. Gleichwohl fanden sich am Morgen 18 Unentwegte an der Villiper Kirche zur September-Wanderung der LESE ein.

Vorbei an der mächtigen ehemaligen Windmühle ging es zunächst auf schmaleren Waldpfaden und breiteren Feldwegen nach Klein-Villip, dem kleinsten der 13 Ortsteile Wachtbergs.

Sehenswert hier die in Eigenregie des Dorfes wieder aufgebaute Kapelle, in der man auch standesamtlich heiraten kann.

Apropo Heirat: „ Ich kann Gott nicht genug danken, dass er mir diese köstliche Frau zugeführt hat“ schreibt Heinrich Welsch 1886 in seinen Lebens-erinnerungen angesichts der Hochzeit mit Katharina Zentner aus Klein-Villip.

Der 1848 im Nachbarort Arzdorf geborene „Lehrer Welch“, der sich in Köln vor allem für sozial benachteiligte Arbeiterkinder einsetzte und später als Lehrerlegende und überregionale Kultfigur durch das Karnevalslied „En d’r Kayjass Nummero Null“ bekannt wurde, war fast 50 Jahre bis zu seinem Tod 1935 mit Katharina Zentner verheiratet.

Weiter an Maisfeldern und Erdbeerplantagen vorbei führte unsere Wanderung nach Holzem. Sehenswert ist der kleine Ort wegen seiner St. Nepomuk – Kapelle, gestiftet vom hier aufgewachsenen Star- Tenor Anton Raaff, einem Zeitgenossen Mozarts.

Und auf dem Rückweg nach Villip, zur Einkehr im gemütlichen Gasthaus Görres, kam sogar die Sonne durch.

 

Text: Ewald Stöwe

 

"Zu Gast bei Goethe" - LESE feiert harmonisches Sommerfest auf und in der Bundeskunsthalle

(es/de). „Zu Gast bei Goethe“ - unter diesem Motto trafen sich kürzlich bei wolkenlosem Himmel und noch angenehmen Temperaturen von knapp unter 30° über 60 Mitglieder der LESE auf dem Dach der Bundeskunsthalle zu ihrem diesjährigen Sommerfest.

 

Einer ersten Begrüßung mit einem Glas Sekt (oder Mineralwasser) folgte ein geführter Rundgang durch die beiden auf dem Dach des Museums liebevoll nachgebauten Gärten – jenen nachempfunden, die Goethe in Weimar an seinem Gartenhaus an der Ilm und an seinem Stadthaus am Frauenplan angelegt hatte. Für Goethe waren seine Gärten nicht nur Nahrungslieferanten, sondern vor allem Inspiration wie auch Studienobjekte der Artenkunde. So konnte man dort eine Mischung von Gemüse- und Malvensorten, aber auch herrliche Rosen finden. Verschiedenste Asternsorten hat er mit Akribie in ihrem Wachstum, Blatt - und Blühformen beobachtet. Auch mediterrane ´Mitbringsel´ wie Acanthus waren dort zu bewundern - berühmt geworden als Ornament korinthischer Säulen.

 

Den lebhaften Erzählungen der Führerin, Frau Baetz, über Goethes Liebe zu den Gärten und den Frauen hätte die Lesegesellschaft noch länger lauschen können: doch es wartete im Restaurant ein mehrgängiges, Goethes kulinarischen Vorlieben nachempfundenes Buffet. Der Vorsitzende der Lese, Johann Hahlen, begrüßte dort noch einmal die Gäste und dankte der langjährigen Sekretärin, Heike Bollig-Müller, für ihre großen Leistungen in mitunter stürmischen Zeiten. Es gelang ihm, als äußeres Zeichen der Ehrung an ihrer Kleidung eine Schleife zu befestigen, wie sie nach der Ehrenordnung nur Damen erhalten dürfen, die sich um die Gesellschaft besonders verdient gemacht haben.

 

Nach den Hauptgängen lauschten die mehr als 60 Teilnehmer den Worten des Lesemitglieds Dr. Arnold E.Maurer, Germanist und Inhaber eines in Bonn residierenden Verlages zu dem Thema „Brüche und Umbrüche – Goethe“. Sein als Dinner Speech angekündigter Auftritt war weit mehr: Der inhaltlich geschliffene, sprachlich blendend modulierte Vortrag faszinierte Jung und Alt. (Den Text im Wortlaut veröffentlichen wir deshalb zum Nachlesen auf unserer Website.)

 

Wie von selbst entstand eine Stimmung sommerlich unbeschwerter Heiterkeit mit einem vertrauensvoll-freundschaftlichen Gedankenaustausch zwischen Menschen, die sich kennen und mögen. Großer Dank gebührt den beiden Organisatorinnen des Festes, Katja Roth und Karin Schwippert, denn alle waren sich einig: Wer nicht dabei war, hat viel versäumt. Und: „Zum nächsten Sommerfest kommen wir alle wieder …“

Fotos: Hetzner

 

 

Das Leben entscheidende Volten, unbeherrschbare Erfindungen und Manipulationen der Öffentlichkeit - Im Wortlaut - Die Dinner Speech von Dr.Arnold E.Maurer

 

„Goethe – Brüche, Umbrüche“ – ‚Dinner Speech‘ beim Sommerfest der „Lese“ im Restaurant der Bundeskunsthalle, 23. 8. 2019, gehalten von Arnold E. Maurer

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

die Bonner Lese hat bemerkenswerte Veränderungen hinter sich; sie hat sich von lieb gewordenen Dingen trennen müssen, Gemälden, Büchern, einer Immobilie – und wohnt nun zur Miete, das alles, um ihre Existenz auf Dauer zu sichern. Frauen haben nun, nach Empfehlung, ungehinderten Zugang zur Lese, nicht mehr nur die vielzitierten „besuchsberechtigten Damen“, eine kleine Revolution. Die Lese hat sich quasi neu erfunden, aus einer Notlage heraus, in der es vermutlich gar nicht anders ging.

 

Im Sich-Neu-Erfinden war auch die Persönlichkeit groß, die hier nebenan durch eine Ausstellung geehrt wird. Wie viele Volten hat Goethe nicht in seinem Leben vollzogen, sich in mancher (Liebes-) Beziehung weggeduckt, wenn er meinte, sie nicht fortführen zu sollen, da rückte er – wörtlich – über Nacht aus und ließ nichts mehr von sich hören.

 

Goethe wird Bindungsangst nachgesagt.

 

Dabei liebte er die Frauen, umgab sich gerne mit den jüngeren. Noch als 74jähriger machte er der 19jährigen Ulrike von Levetzow einen Heiratsantrag; Mutter und Tochter flohen daraufhin entsetzt aus Marienbad nach Karlsbad, Goethe musste die Erfolglosigkeit seiner Absichten einsehen und - wurde erst einmal richtig krank.

 

Oder Charlotte von Stein. Sie war mit Stallmeister Josias von Stein verheiratet, also: keine Gefahr im Verzug. Goethe freundete sich mit Josias an, kümmerte sich um die Kinder der Familie, und ließ sich von Charlotte in die Usancen des Hoflebens einführen, bekam Manieren beigebracht, für den „Stürmer und Dränger“ - bald mit Ministeramt - eine mehr als nützliche Konstellation. „Zettelchen“ flogen von Goethes Gartenhaus zu Charlotte von Steins ‚Haus an der Ackerwand‘ und zurück (heute wären das SMS), das gebratene Rebhuhn brauchte nicht zu warten. Manches, auch im Zusammenleben von Goethe und Frau von Stein, war wenig spektakulär und gleichförmig, wie das unter ‚Eheleuten‘ so geht. Der angetraute Ehemann meist abwesend, auf dem Familiengut oder in seinem Beruf. Das Gedicht „Warum gabst du uns die tiefen Blicke“, sicher eines der schönsten Goethe-Gedichte, spiegelt diese Beziehung, analysiert sie bis ins Letzte. Zufriedenstellend war sie auf Dauer nicht, wer lässt sich schon gerne über Jahre „erziehen“?

 

Hier der Beginn des Gedichts aus der Anfangszeit dieser Liebe:

 

Warum gabst du uns die tiefen Blicke,

Unsre Zukunft ahndungsvoll zu schaun,

Unsrer Liebe, unserm Erdenglücke

Wähnend selig nimmer hinzutraun?

Warum gabst uns, Schicksal, die Gefühle,

Uns einander in das Herz zu sehn,

Um durch all die seltenen Gewühle,

Unser wahr Verhältnis auszuspähn?

 

Ach, so viele tausend Menschen kennen,

Dumpf sich treibend, kaum ihr eigen Herz,

Schweben zwecklos hin und her und rennen

Hoffnungslos in unversehnem Schmerz;

Jauchzen wieder, wenn der schnellen Freuden

Unerwart’te Morgenröte tagt.

Nur uns armen liebevollen beiden

Ist das wechselseit’ge Glück versagt,

Uns zu lieben, ohn uns zu verstehen,

In dem andern sehen, was er nie war,

Immer frisch auf Traumglück auszugehen

Und zu schwanken auch in Traumgefahr.

 

[…]

 

Nach Jahren in der politischen Mühle des Kleinstaats, versehen mit einem Stapel halbfertiger Manuskripte und einem gewissen Überdruss an so viel platonischer Liebe, wagte Goethe den Wandel, er erfand sich neu. Frau von Stein war in gewisser Weise die Blamierte, da sie nicht erklären konnte, wo Goethe nun zu finden wäre (es gab bei der Übergabe des ihr gewidmeten „Tagebuchs der italienischen Reise für Frau von Stein“ auch ein Kommunikationsproblem mit einem Diener, Frau von Stein wusste nicht eher als „ganz Weimar“, wo der Dichter zu finden war), aber dieser Umstand hielt Goethe nicht davon ab, zu seiner einmal getroffenen Entscheidung zu stehen und – mit seinem bisherigen Ministergehalt weiterhin ausgestattet – die Italienreise fortzuführen.

 

Endlich frei sein, Zeit für Rom zu haben, in einer WG mit noch ein paar Yuppies zu leben, kreativ zu sein, endlich das tun, was man dichtend machen wollte, was für ein Glück! Bei dieser Wende befeuerten ihn die römischen Altertümer und sonstigen Kunstwerke Roms, das Betrachten von Architektur. Aber Goethe riskierte auch eine Menge, die klassische Kavalierstour führte nicht über Rom hinaus, eine Reise nach Sizilien war gefährlich, brachte aber auch eine Menge Erkenntnisse über Land und Leute, den Vulkanismus, die Geologie allgemein.

 

In Sachen Liebe erzeugte der Schwenk in Goethes Leben ebenfalls eine Wende, die Bedeutung der erfüllenden körperlichen Liebe wurde ihm nach allem Theoretisieren aus vergangenen Lebensabschnitten deutlich. „Das verfluchte zweite Kissen“ (Küssen) steht auf einer Zeichnung Johann Heinrich Tischbeins über dem Bett in Goethes Zimmer in der Via del Corso in Rom, vermutlich ein Scherz, der daran erinnern soll, dass da eigentlich jemand hingehörte.

 

Mit Frau von Stein war nach Goethes Rückkehr nicht mehr gut Kirschen essen, sicherlich erfüllte die Weimarer Christiane Vulpius eher Goethes Erwartungen, sie wird seinem inzwischen an Italien geschulten Vorstellungen von freierer Liebe entsprochen haben. Eine Beziehung zu dieser jungen Frau einzugehen, war keinesfalls selbstverständlich, ihre Familie war zahlreich, nicht von Adel, im städtischen Kontext nicht anerkannt. Und Christiane stand nicht für die Brillanz geistiger Auseinandersetzung, mit allen Haken und Ösen, die Goethe von Charlotte von Stein her kannte. Christiane kümmerte sich um „Haus und Hof“, managte also das Haus am Frauenplan, Goethe hielt sich auch längere Zeit in Jena auf. Miese Stimmung habe es zwischen den beiden, so schreibt Goethe, nie gegeben. Seit sie sein Haus betreten habe, habe sie ihm nicht eine traurige Minute bereitet.

 

Hören wir Goethes Gedicht über seine Begegnung mit Christiane:

 

Gefunden

 

Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen

Das war mein Sinn.

 

Im Schatten sah ich

Ein Blümchen stehn,

Wie Sterne leuchtend,

Wie Äuglein schön.

 

Ich wollt es brechen,

Da sagt‘ es fein:

Soll ich zum Welken

Gebrochen sein?

 

Ich grub’s mit allen

Den Würzlein aus,

Zum Garten trug ich’s

Am hübschen Haus.

 

Und pflanzt es wieder

Am stillen Ort;

Nun zweigt es immer

Und blüht so fort.

 

 

Hat Goethe mit seiner Entscheidung, Christiane erst zur Geliebten, dann zur Frau zu nehmen, Sohn August war da schon geboren, weitere Kinder starben alle, sich abermals neu erfunden? Jedenfalls hat er gegen gesellschaftliche Erwartungen angearbeitet, insbesondere, als es zur Legalisierung dieser Beziehung kam. Als Christiane Goethes Besitz heldenhaft gegen – nach der Schlacht von Jena und Auerstedt - marodierende napoleonische Truppen verteidigte, war der Zeitpunkt der Heirat gekommen.

 

Die Lese, und da gab es ja auch entsprechende Bestrebungen, hätte getrost früher ohne Einschränkung Frauen in ihre Reihen aufnehmen können, oder?

 

Goethes biographische Volten lassen sich leicht nachvollziehen – besonders die Italienreise steht in der Tradition eines radikalen „Cuts“, einer kompletten Neuorientierung.

 

Und damit kommen wir zu den Umbrüchen, die uns alle betreffen.

 

Wie stand, dazu abschließend, Goethe zu den großen Veränderungen seiner Zeit, die an ihn herangetragen wurden oder die er, in der Zeit beginnender Industrialisierung, selbst miterlebte?

 

Goethe traf – wie bekannt – Napoleon, den großen politischen Umwandler Europas, in Erfurt beim Fürstentag 1808. Im Ergebnis: distanzierte Bewunderung.

 

Goethe wusste nichts von (nun erweiterungsbedürftigen) Schutzzonen um Atomkraftwerke (und sei es im nahen Belgien) und das Horten von Jodtabletten. Und doch bekommt schon jeder Schüler beim Lesen des „Zauberlehrlings“ eine Vorstellung davon, dass Dinge komplett aus dem Ruder laufen können.

 

„Faust“ schließlich formuliert ja, aus seinem alchemistischen Rattenloch heraus, nicht nur die Idee, alles bis ins Letzte erkennen zu wollen, mit welchen Mitteln auch immer, der sich im Drama bald anschließende herrlich entspannte Osterspaziergang („Vor dem Tor“) liefert ein schönes Beispiel für eine Öffentlichkeit, die nichts kapiert – auch nicht die ärztlichen Fehlgriffe und deren Konsequenzen, die Fausts Vater zu verantworten hat. Die Masse bleibt in ihren Konventionen (und ihrem schlechten Informationsstand) gefangen und fühlt sich noch gut dabei. Wie steht es um unsere mediale Öffentlichkeit?

 

„Faust II“ ist kaum bekannt, meine ich. Aber in diesem Text sind es künstliche Wesen, die auftauchen, und von denen wir – als Kreuzung von Mensch und Tier – gerade in der Zeitung gelesen haben, die in Japan bis kurz vor ihrer Geburt gezüchtet werden dürfen, mit dem späteren Ziel der Forschung, auf diesem Wege Organe heranbilden zu können, die dem Menschen dann eingepflanzt werden.

 

Und das Geld. Papiergeld, über Nacht eingeführt. Man muss es dem Kaiser überhaupt erst einmal erklären, wie es funktioniert, dann will er es sofort. Ulrich Gaier schreibt in seinem Kommentar zu Faust (Faust II, 1. Akt) über den Inhalt von „Lustgarten“: „Es funktioniert aufgrund kollektiver Täuschung im Vertrauen auf die Unterschrift des Kaisers und dessen Glauben an die Versprechungen der Magier. Faust und Mephistopheles werden mit der Verwaltung der imaginären Bodenschätze im ganzen Reich beauftragt. Der Narr wird seinen Anteil an den Scheinen sofort in Grundbesitz anlegen: er ist der Klügste.“

 

Einer der letzten Texte in einem „Lesebuch zu Goethes Leben“ (Unwandelbar G. Hrsg. v. Peter Schünemann. München 1998. S. 335) lautet (Goethe im Gespräch mit Eckermann, 1828): „Denkt man sich bei deprimierter Stimmung recht tief in das Elend unserer Zeit hinein, so kommt es einem oft vor, als wäre die Welt nach und nach zum Jüngsten Tage reif. – Und das Übel häuft sich von Generation zu Generation! - Denn nicht genug, daß wir an den Sünden unserer Väter zu leiden haben, sondern wir überliefern auch diese geerbten Gebrechen, mit unsern eigenen vermehrt, unsern Nachkommen.“

 

Was Goethes Aktualität betrifft, kann man getrost auf die Ausstellung im Haus verweisen, die sich das ja zum Thema gemacht hat.

 

Ich wünsche Ihnen interessante Gespräche, über die Lese, Goethe, das Leben entscheidende Volten, unbeherrschbare Erfindungen und Manipulationen der Öffentlichkeit, die man vielleicht nicht einmal bemerkt.

 

Vielen Dank!

 

© Arnold E. Maurer, Bonn 2019

Monatsvorschau September 2019

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So

 

 

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Junioren Tisch 19:00 Uhr / St. Ausschuss Konferenzraum der LESE 10:30 Uhr KonferenzKonferenzraum

 

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Haus Schlesien in Heisterbacherrott 14:00 Uhr Führung durch die Ausstellung „Malen mit Feuer“ anlässlich des 100. Geburtstages des schlesischen Künstlers Ferdinand Just

 

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Wandern 09:30 Uhr (Treffpunkt in Wachtberg-Villip auf dem Parkplatz neben der Kirche)

 

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Singekreis 18:00 Uhr

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Tisch 99    Stadtgang in das Bonner Macke-Viertel, Treffpunkt: 17:00 Uhr am Macke Museum in der Bornheimer Straße, Ecke Kaiser-Friedrich-Ring

 

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Neuer Tisch 18:30 Uhr

 

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Damentisch 15:30 Uhr     Frau Schaarschmidt „Stadtrundfahrt mit Cabriobus“

 

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Literaturkreis 18:00 Uhr Buch: Deutschland eine Reise (Wolfgang Büscher rororo 24050)  Frau und Herr Schuch

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Lese im Gespräch 18:00 Uhr / Veranstaltungs Ausschuss 11:00 Uhr

 

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Vortrag Prof. Weber „ Gleicher Wein schmeckt besser, wenn er teurer ist“ Neuroökonomie um19:00 Uhr im Gr. Saal der Ev. Kirche, Adenauerallee 37, 53113 Bonn

 

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Bridge 14:45 Uhr/FA Zukunft der LESE 10:00 Uhr Konferenzraum der LESE im Haus der evangelischen Kirche

 

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Mittwochstisch 18:00 Uhr

 

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Pirandello Tisch 19:00 Uhr Stadthalle Bad Godesberg Herr Spindler Unser Planet: Die Erde / Skat 16:30 Uhr

 

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Schach 16:00 Uhr

 

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Mittwoch Tisch - Reise bis 2. Okt./
FA Aufklärung und Zeitgeist 17:30 Uhr Konferenzraum der LESE "Menschenrechte und Toleranzen"

 

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Angaben ohne Gewähr