Ein besonderes kulturelles Highlight wartete kürzlich auf die zahlreich im Haus der evangelischen Kirche erschienenen Mitglieder und Freunde der LESE: Ein Vortrag mit Musik über das „Goldene Zeitalter“ Spaniens.
Der Vorsitzende Dr.Klaus Meyer-Teschendorf begrüßte dazu den Referenten, Prof. Dr. Helmut C. Jacobs, herzlich vor dem voll besetzten Haus.
Ein Panorama aus Macht, Kunst und Musik
Prof. Dr. Jacobs, der nach seiner Professur an der Universität Duisburg-Essen seit 2025 wieder in seiner Geburtsstadt Bonn lebt entführte das Publikum in das 16. und 17. Jahrhundert – jene Epoche, in der Spanien nicht nur politisch zur Weltmacht aufstieg, sondern auch eine beispiellose künstlerische Blüte erlebte.
Im Zentrum des Berichts standen folgende Schwerpunkte:
- Politische Weltmacht: Jacobs erläuterte die Ära unter König Philipp II., in dessen Reich „die Sonne nicht unterging“.
- Historische Wendepunkte: Er beleuchtete den Gipfel der Macht durch die Vereinigung mit Portugal 1580, aber auch den beginnenden Niedergang durch die Unabhängigkeit der Niederlande 1581 und die Niederlage der Armada 1588.
- Kulturelle Meilensteine: Das Publikum erhielt tiefere Einblicke in die Malerei von Genies wie Velázquez, El Greco und Zurbarán sowie in die Literatur von Miguel de Cervantes und den pikaresken Roman Lazarillo de Tormes.
Ein Referent, der in den Bann zieht
Besonders beeindruckte die Art des Vortrags: Jacobs vermittelte seine profunden Kenntnisse in freier Rede, allgemeinverständlich und äußerst unterhaltsam. Das Besondere dabei war die musikalische Komponente, denn der Professor ist zugleich leidenschaftlicher Akkordeonist. Er bereicherte seine Ausführungen mit passender spanischer Musik, die die Atmosphäre der beschriebenen Jahrhunderte lebendig werden ließ.
Begeisterter Ausklang
Das Publikum zeigte sich von der Kombination aus fundierter Wissenschaft und künstlerischer Darbietung restlos begeistert. Klaus Meyer-Teschendorf fand zum Abschluss lobende Worte für den gelungenen Abend:
„Herzlichen Dank für Ihren wirklich beeindruckenden Vortrag heute vor unserer Gesellschaft, ich freue mich schon auf weitere Zusammenarbeit.“
Mit dem spannenden Überblick über zwei Jahrhunderte spanischer Weltkultur bot der Abend einen inspirierenden Austausch für alle Anwesenden, die den Abend mit vielen Fragen und angeregten und lebhaften Gesprächen ausklingen ließen. (e.B./de/GE/Foto: Schäfer)

